Über mich

Ich heiße Manuela Hartung und wurde am 23.09.1971 in Merseburg /S. geboren.

Ich bin verheiratet und habe mit meinem Mann einen gemeinsamen Sohn (4) und aus erster Ehe meines Mannes einen schon erwachsenen Sohn (25).

Ich bin seit dem 01.07.2000 die Hauptverwaltungsbeamte der damaligen Verwaltungsgemeinschaft und heutigen Verbandsgemeinde Droyßiger – Zeitzer Forst (damals Verwaltungsamtsleiterin und heute Verbandsgemeindebürgermeisterin).

Die ersten Lebensjahre habe ich in Annemariental (damals Friedenstal) und Neumark Nord (damals Blösien-West / Vorwerk) gelebt, bevor ich mit meinen Eltern 1977 nach Halle – Neustadt gezogen bin. Dort habe ich die Schule (POS und EOS) besucht und nach meinem Abitur im Juni 1990 ein Jahr als Zahnarzthelferin gearbeitet, bevor ich im Herbst 1991 mein Jura – Studium an der Martin Luther Universität Halle / Wittenberg aufgenommen und 1996 mit dem ersten juristischen Staatsexamen und 1999 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abgeschlossen habe.

Seit 2006 lebe ich gemeinsam mit meinem Mann in Taugwitz (Verbandsgemeinde An der Finne).

MEINE MEINUNG ZUM THEMA:

Kommunalfinanzen

„Es kann keine Lösung sein, dass sich das Land mit seinen Kommunen regelmäßig vor dem Verfassungsgericht streitet.
Der Finanzausgleich zwischen Land und Kommunen ist dann verfassungskonform, wenn er auskömmlich ist. Das ist mein Ziel!“

„Deshalb will ich die Rückkehr zum pauschalen System.
Niemand kann doch wissen, welche Aufgaben auf Kommunen und Land in Zukunft zukommen. Also brauchen wir die verlässliche Finanzierung.“

Asylsuchende und Flüchtlinge

„Vor allem muss ich die hier lebenden Menschen mitnehmen. Wir brauchen hier Strukturen vor Ort, die gegenseitiges Engagement, Freiräume und Verständnis ermöglichen.“

Bei steigender Zahl Asylsuchender und Flüchtlinge kann es nicht nur um deren Unterbringung gehen.

„Will ich auf Dauer, Menschen anderer Herkunft integrieren, muss ich sie aus – und weiterbilden, damit sie eine Arbeit aufnehmen und sich hier ein zu Hause schaffen können“

WOFÜR ICH STEHE

Arbeitsplätze erhalten, die existierende Wirtschaft unterstützen

Handwerk, Dienstleistung, Mittelstand und Landwirtschaft unterstützen.
Tourismus als Chance und Wirtschaftsfaktor begreifen.

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Wir leben in einer Region in der viele kleinere Betriebe der Motor sind. Hier müssen wir unterstützen und im Dialog ihre Wünsche Ernst nehmen und die Probleme die sie sehen – ob in der Unternehmensnachfolge, Gewinnung von Fachkräften und Bedingungen vor Ort angehen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Es gibt keinen Königsweg – aber die Chance für unsere Region die Arbeitsplätze die hier entstanden sind, zu erhalten und für die Zukunft zu sichern.

Menschen bleiben dort, wo sie Arbeit finden und die Randbedingungen stimmen.

Dazu gehört auch, dass wir auf der einen Seite die Probleme und Bedenken Ernst nehmen und auf der anderen Seite, dass wir erfüllbare Wünsche umsetzen. Dabei sollte auch daran gedacht werden, dass auf dem Land Lebensbedingungen stimmen.

Sicherlich ist es nicht möglich, dass auf jedem kleinen Dorf eine Schule oder eine KiTa erhalten wird, aber in erreichbarer Entfernung, damit sich da auch in der Nähe der Arbeit, junge Menschen ansiedeln, weil sie die Orte attraktiv finden.

Die weichen Standortfaktoren sollten deshalb nicht nur als sogenannte Freiwillige Aufgabe in den Spardiskurs geschoben, sondern als Pflichtaufgaben erkannt werden. Es geht darum, Menschen hier zu halten und nicht deren Abwanderung in die Städte zu forcieren. Hier sind neue Modelle denkbar. Wichtig ist hier, Kultur – und Freizeitmöglichkeiten auf dem Land als Haltefaktor zu begreifen.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft spielt ebenfalls eine große Rolle in unserer Region. Viele Arbeitsplätze hängen davon ab. Die Wichtigkeit und Bedeutung des Bodens und seiner Nutzung, wie auch die Verantwortung für unsere Umwelt, denen die landwirtschaftlichen Betriebe in ihrem eigenen Interesse nachkommen, sollten nicht außer Acht gelassen werden und auch hier im Dialog mit den Landwirten nach Lösungen für die anstehenden Fragen gesucht werden.

Wir sind ein von der Landwirtschaft geprägter Wahlkreis. Die Landwirte übernehmen Verantwortung vor Ort in den Kommunen und für unsere Umwelt. Auch hier gilt es, sich ihrer Probleme an zu nehmen.

Sei es den Nachwuchsmangel bei der Jägerschaft (nachteilig für die Landwirtschaft und die Umwelt) bis hin zum Schutz des Bodens; einschließlich dem Erhalt landwirtschaftlicher Flächen.

Der Umbau der Energiepolitik darf nicht dazu führen, dass ertragreiche Böden der Landwirtschaft entzogen werden. Dies ist kontraproduktiv sowohl für die eingeleitete Energiewende, wie auch für die Ökologie unseres Lebensraumes.

Tourismus

Der Tourismus ist eine Säule der Wirtschaft in Sachsen – Anhalt. So konstatiert im diesjährigen Tourismusbarometer für das Land. Damit gehört aus meiner Sicht der Tourismus in die Wirtschaftsförderung und es muss uns gelingen, dass touristische Projekte der Kommunen nicht als freiwillige Aufgaben deklariert werden, die bei klammen Kassen zum Erliegen kommen und die privaten Unternehmen weiterhin Unterstützung finden. Es gilt einen Kreislauf auf zu bauen, öffentliche Hand und Privatwirtschaft, da sowohl die Betriebe, als auch die Orte von einer guten Entwicklung profitieren.

Der Tourismus, naturnah, aktives Erleben per Rad oder Fuß gewinnt immer mehr in unserer Region an Bedeutung und sollte gekoppelt mit den Kulturangeboten und unserem historischen Erbe, seinen Monumenten als Chance begriffen werden, auch in seiner Bedeutung als Mehrwert für unsere Region. Hier ist ausbaufähiges Potential vorhanden, dass gestärkt werden muss. Initiativen und Unternehmen sollten mit guten Rahmenbedingungen unterstützt werden, so dass ihre Bemühungen erfolgreich sind.

Foto: Marine Kermer

Zukunft sichern mit Bildung und Kultur.

Für mich gehört selbstverständlich Bildung an vorderste Stelle. Ob es nun die frühkindliche Bildung ist oder aber auch lebenslanges Lernen bis ins Alter. 

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Lernen ist wichtig: die Bildung ist einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft und für mich ureigenstes, sozialdemokratisches Selbstverständnis.

Frühkindliche Bildung und Ausbildung 

Darum wurde auch in der vergangenen Legislatur der Ausbau der frühkindlichen Bildung vorangebracht. Das Programm „Bildung elementar – Bildung von Anfang an“ auf den Weg gebracht und der Ganztagsanspruch für alle Kinder zum Besuch einer KiTa wieder eingeführt.

Dieser Gedanke spiegelt sich auch wieder bei dem weiteren Ausbau der Ganztagsschulen, der Zulassung der Gemeinschaftsschulen, wie auch dem Zugang zu unseren im Land etablierten Fach- und Hochschulen, wie unseren Universitäten.

Aus meiner Sicht muss dieser Weg fortgesetzt werden. Weiter in Bildung investiert, allen Kindern, gleich welcher Herkunft, die Teilhabe an Bildung gewährleistet  und ermöglicht werden. Die Forderung und Förderung der nachfolgenden Generationen darf nicht vernachlässigt werden.

In Punkto Bildung ist mir nicht nur der Zugang für die Jüngsten wichtig, sondern auch die Möglichkeiten für die weitere Bildung älterer Generationen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft, werden auch die Älteren mit ihren Erfahrungen, ihrem Wissen gebraucht und auch ihnen müssen Möglichkeiten der Teilhabe an einem lebenslangen Lernen geboten bzw. aufrecht erhalten werden.

In diesem Bereich halten gerade die Volkshochschulen, wie auch die Universitäten im Land attraktive Bildungsangebote bereit, die das weite Feld des lebenslangen Lernens als starke Bausteine untermauern. Auch hier ist weiterer Handlungsbedarf geboten. Die Anstrengungen der Bildungsträger sollte durch das Land weitere Unterstützung finden.

Lebenslanges Lernen ist für mich einer der Bausteine eines selbst bestimmten Lebens im Alter. Und sollte Selbstverständnis sein, in einer alternden Gesellschaft.

Zu all dem gehört aber auch, dass unser Land weiter Anstrengungen unternimmt, Lehrerinnen und Lehrer aus zu bilden, an das Land zu binden und Stellen so ausreichend bereit zu halten, dass in allen Schulformen ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung stehen, um zukünftig den Unterricht in den Schulen besser noch als heute ab zu sichern. Personalentwicklung hier als Stichwort.

Bereits heute fallen in vielen ländlichen Schulen Unterrichtsstunden aus verschiedenen Gründen aus – hier bedarf es einer besseren Absicherung und ggf. das Beschreiten neuer Wege oder Modelle, wie z.B. eines Pools an Fachkräften oder auch die Zulassung von geeigneten Fachkräften mit Hochschulabschluss zu Lehrerstellen, mit dem Angebot eines berufsbegleitenden Referendariats.

Alle guten Bildungsprogramme benötigen eine entsprechend ausgebildete und ausreichende Anzahl an Lehrenden, ob in der Grund-, in der Sekundarschule oder im Gymnasium, wie auch an den Fach- und Hochschulen, als auch in den Universitäten.

In den KiTas gibt es zur Umsetzung der frühkindlichen Bildung ebenfalls enormen Bedarf an Fachkräften, die allein aus den bisherigen „Rekrutierungsquellen“ für die zahlreichen Träger im Land nicht ausreichend sind. Hier ist ein Anfang mit dem Modellprojekt einer dualen Ausbildung (Fachkraft für Erziehung) gemacht worden. Hier muss angesetzt und weiter entwickelt werden – auch in der Durchsetzung einer solchen Möglichkeit auf Bundesebene.

In dem steigenden Bedarf an Fachkräften für verschieden Berufe, bei abnehmender Zahl junger Menschen, die für eine Ausbildung zur Verfügung stehen, kommt es zum einen auf das weitere Ausbilden, Qualifizieren auch von älteren Jahrgängen an, aber auch auf ein Umdenken und Beschreiten neuer Wege, um verschiedene Berufe auch für eine Ausbildung attraktiv zu gestalten. Aus meiner Sicht ist der erste Engpass im Moment im Bereich der Staatlich anerkannten Erzieher aufgetreten, aber es werden andere Berufe, wie z.B. Physio– und Ergotherapeuten und weitere Berufsgruppen folgen.

Es geht um

  • die Qualität der Bildung
  • ausreichend Lehrkräfte
  • attraktive Berufswege
  • Moderne, sanierte Bildungsstätten.

KiTas, Schulen, Hochschulen, deren Bausubstanz modernen Lernbedingungen gerecht werden und deren Innenausstattung neue Formen des Lernens ermöglichen.

Hier müssen wir als Land weiterhin investieren! Umfassende Bildung mit Qualität. Dazu gehören z.B. auch auf dem Land  beherrschbare Schulwege, zum Wohle der Kinder und ihrer Eltern und auch die Möglichkeit der Förderung kleinerer Schulen, wenn sie denn durch den Schulträger weiterhin vorgehalten werden sollen und sich dieses auch in den beschlossenen Schulentwicklungsplanungen der einzelnen Landkreise widerspiegelt.

Daseinsvorsorge auch im ländlichen Raum sichern und weiche Standortfaktoren etablieren

Mir geht es um die Menschen, die hier leben. Aus meiner Sicht, ist es meine Verpflichtung auf zu zeigen, dass wir uns in erster Linie, auch im Land, um die Menschen kümmern müssen, die hier geblieben sind. Die nicht weg gegangen sind und die Lebensbedingungen vor Ort so sichern, trotz demografischen Wandel.

Junge Menschen sollen wieder hier leben wollen und nicht nur in den Metropolen! Die Menschen, die hier alt geworden sind, sollen solange als möglich in ihrer Heimatstadt und Heimatdorf leben können.

Hierfür ist es notwendig, die sog. „Weichen Standortfaktoren“, also die Aufgaben, die vor Ort seitens der Kommunalaufsichten und des Landes als sog. „freiwillige, kommunale Aufgaben“ qualifiziert werden, als Pflichtaufgaben zu etablieren.

Zum einen würde dies dem demografischen Wandel entgegen wirken, zum anderen sichert das die Lebensqualität auf dem Land, wo der kleinste Verein in den Dörfern und Städten, die Aufgabe der Kultur, der Jugendarbeit, des Miteinanders wahrnimmt.

Die Daseinsvorsorge kann sich nicht nur an der Anzahl der Menschen, die in einem Ort wohnen orientieren. Andersherum kann es nicht in jedem kleinen Ort einen Supermarkt oder Arzt geben. Aber die Erreichbarkeit für diese Grundversorgung muss auch bei abnehmender Bevölkerungszahl gesichert werden.

Dazu sind neue Lösungen gefordert, ein Umdenken im Land  dringend notwendig. Dafür will ich eintreten und mich einsetzen.

Foto: Andreas Nette

Finanzausstattung der Kommunen, Aufgabenkritik, individuelle Bedürfnisse vor Ort

Die Finanzausstattung der Kommunen ist seit Jahren nicht gut. Aus meiner Sicht besteht hier ein grundsätzlicher Bedarf einer Neuausrichtung, einer Kurskorrektur, die bestehende Finanzströme und Finanzstrukturen hinterfragt und neue Wege ermöglicht, im Miteinander des Landes mit seiner kommunalen Basis. Nur eine gesunde Basis, kann den Menschen vor Ort, die Leistungen ermöglichen, die  in der Landes – und Kommunalpolitik als Leitlinien oder wesentliche Aufgaben zum Wohle der Gemeinschaft, der Gesellschaft und der Menschen erkannt werden.

So sollte es beispielsweise für die Verbandsgemeinden eine eigene Finanzausstattung geben, um die hoheitlichen Aufgaben erfüllen zu können.

Die Städte und Gemeinden sollten so auskömmlich und verlässlich ausgestattet sein, um den Aufgaben, denen sich die einzelne Kommune vor Ort stellt – und die sind zum Teil sehr unterschiedlich – erfüllen zu können. Dabei sind auch die o.g. weichen Standortfaktoren zu berücksichtigen, um das Leben auch auf dem Land zu halten. Sachsen – Anhalt besteht bis auf die Städte  Magdeburg und Halle nur aus „ländlichem Raum“.

Es kann keine Lösung für die weitere Zukunft sein, dass sich das Land mit seinen Kommunen in regelmäßigen Abständen vor dem Verfassungsgericht streitet, ob der Finanzausgleich zwischen Land und Kommunen der Verfassung entspricht und die Städte und Gemeinden, wie auch Landkreise eine auskömmliche Finanzausstattung haben.

Aus meiner Sicht, sollte hier eine Rückkehr zu einem pauschalen System anvisiert werden, da die Aufgaben der einzelnen Kommunen nicht vollumfänglich ab zu bilden sind und zudem nicht absehbar ist, welche Aufgaben den Kommunen und dem Land in Zukunft auch und gerade in Folge der weltweiten politischen Lage noch bevor stehen.

Zum Beispiel gehört aus meiner Sicht in Frage der steigenden Asylsuchenden und Flüchtlinge, die auch in Sachsen – Anhalt zu verzeichnen sind,  nicht nur dazu, diese unter zu bringen. Will ich auf Dauer, Menschen anderer Herkunft integrieren, muss ich sie aus – und weiterbilden, damit sie eine Arbeit aufnehmen können und sich hier ein zu Hause schaffen können. Dabei muss ich auch die hier lebenden Menschen mitnehmen, heißt auch hier Strukturen vor Ort für gegenseitiges Engagement schaffen. Dafür sind dringend verlässliche und auskömmliche Finanzen von Nöten. Auch und gerade in diesem Bereich wird sicherlich vieles durch ehrenamtlich engagierte Menschen vor Ort abgefangen, aber es kann nicht alles auf dem Rücken des Ehrenamtes getragen werden.

Infrastruktur und Verkehr. Die Lebensadern der Region

Wir haben einen relativ soliden Stand erreicht, sind aber noch lange nicht da, wo wir hin müssen. Ich will die nachhaltige Verbesserung der Lebensadern unserer Region.

Die neue Strecke des ICE

Die neue Strecke des ICE

Es muss weiter in die Infrastruktur investiert werden. Die Landesstraßen, gerade im Süden, bedürfen dringend einer Sanierung.

Verkehrsanbindung

Mit einer besseren Verkehrsanbindung können sowohl touristische Ziele, als auch Arbeitsplätze für unsere Bürgerinnen und Bürger besser erreicht werden.

Beispiele:

  • die Anbindung des Geiseltalsees an den Harz bzw. an den Norden,
  • die fehlende Umfahrung der Stadt Halle.
    Die unvollendete A 143 ist für den Süden des Landes ein Problem.

Es gilt, eine ausgewogene verkehrliche Entwicklung des Landes voran zu bringen.

Brandschutz und Gefahrenabwehr für ein sicheres Leben

Aus meiner Sicht sollte hier das Augenmerk auf die Unterstützung der Kommunen bei der Erfüllung ihrer Pflichtaufgabe gelegt werden. Dazu gehört zum einen eine entsprechende Finanzausstattung. Zum anderen sollten die Bemühungen um die Qualifizierung der ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und – frauen weiter aufrecht erhalten und das Angebot nach dem Bedarf fortgeführt werden.

Um zukünftig diese Pflichtaufgabe bei abnehmender Bevölkerung und weniger jungen Menschen im Ehrenamt attraktiv zu gestalten, ist das eine Grundvorraussetzung. Neben der Würdigung dieses Engagements für die Allgemeinheit. Die Kameradinnen und Kameraden setzen ihre Freizeit, ihre Gesundheit und im Extremfall ihr Leben zur Rettung anderer ein.

Hinsichtlich der Beschaffung moderner Technik und Fahrzeuge sollte vor allem bei letzterem die in der vergangenen Legislatur eingeführte zentrale Beschaffung überprüft werden. Ich halte diese nicht in jedem Fall für Ziel führend. Gerade in den ländlichen Gemeinden, die ebenfalls zu Einsätzen an Autobahnen, Landesstraßen, Waldbränden u.s.w. ausrücken, wird in der Risiko – und Bedarfsanalyse oft andere Fahrzeugtechnik stehen, als in der zentralen Beschaffung durch das Land vorgegeben wird. Eine Vergabe in Form von Fördermitteln könnte hier sogar gegebenenfalls zu Einsparungen führen.

Energie und Umwelt. Wohin bewegt sich Sachsen-Anhalt?

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Selbstbestimmtes Leben im Alter

Uns muss es gelingen, älteren Menschen zu ermöglichen, so lange als möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu wohnen und alt werden zu können. Dazu müssen wir forcieren, dass auch im ländlichen Bereich die Kommunen unterstützt werden. Sei es bei der Etablierung von Pflegeinrichtungen vor Ort oder betreuten Wohnformen in verschiedenen Varianten, z.B. Junge Familien und Senioren oder Senioren-WG´s.

Medizinische Versorgung sichern

Es sollten weitere Anstrengungen und Anreize geschaffen werden, junge Mediziner ins Land zu holen und auch in den ländlichen Raum. Die Versorgung unserer Menschen muss gesichert werden.

Es wäre zu prüfen, ob man Landpolikliniken etabliert oder an die Kreiskrankenhäuser solche Einrichtungen angeschlossen werden könnten oder diese eine solche Versorgungsaufgabe mit übernehmen könnten.

Auch die Möglichkeiten einer mobilen hausärztlichen Versorgung in der Fläche sollten in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach nicht außer Acht gelassen werden.

Manuela Hartung. Fragen & Antworten

Wie lange leben Sie schon in Sachsen-Anhalt?

Seit meiner Geburt, d.h. als ich im September 1971 in Merseburg geboren wurde, gab es das Land Sachsen-Anhalt in seiner heutigen Form noch nicht; ich wurde in der DDR geboren, im Bezirk Halle.

Mein erstes halbes Lebensjahr haben meine Eltern mit mir bei meiner Uroma im Annemariental (damals: Friedenstal) gewohnt, dann bis 1977 in Blösien/West oder Vorwerk (heute Neumark Nord. 1977 bekamen meine Eltern eine Neubauwohnung in Halle-Neustadt und da sind wir dann umgezogen und ich dort aufgewachsen; bin dort zur Schule gegangen. 1990 habe ich das letzte DDR-Abitur absolviert und 1991 in Halle an der MLU mein Jurastudium aufgenommen und beendet. Auch für das Referendariat habe ich Sachsen-Anhalt nicht verlassen, bis auf den Aufenthalt in Speyer.

Nach dem 2. Staatsexamen bin ich 2000 in Droyßig zur Verwaltungsamtsleiterin gewählt worden und bin also weiter in Sachsen-Anhalt geblieben und seither dort tätig heute als Verbandsgemeindebürgermeisterin). Nach der Wahl bin ich im Jahr 2000 von Halle nach Droyßig gezogen.

Der Liebe wegen bin ich 2006 von Droyßig nach Taugwitz gezogen. Droyßig, wie auch Taugwitz liegen nah an der Landesgrenze zu Thüringen, ist aber noch Sachsen – Anhalt. Dort lebe ich heute noch gemeinsam mit meinem Mann und unserem gemeinsamen kleinen Sohn (4). Der Große (aus der ersten Ehe meines Mannes) ist schon 25 und steht auf eigenen Füßen, wohnt nicht mehr bei uns.

Auf welche Ausbildung und welche beruflichen Erfahrungen blicken Sie zurück?

Von meiner Ausbildung her bin ich Volljurist. Ich habe zwei Juristische Staatsexamen absolviert und hatte im Referendariat den Schwerpunkt Verwaltungsrecht für mich erkannt. Seit 2000 bin ich im Hauptamt kommunalpolitisch tätig: erst als Verwaltungsamtsleiterin und dann nach der Gebietsreform als Verbandsgemeindebürgermeisterin. Beides waren und sind Wahlämter, d.h. man braucht das Vertrauen der Menschen in seine Fähigkeiten, eine Kommune zu führen.

Nicht nur die Verwaltung und deren Mitarbeiter, die KiTas und die Erzieher, sondern auch die richtigen Weichen für die Entwicklung der Gemeinden und ihrer Orte zu stellen und gemeinsam mit den Gemeinderäten und anderen Engagierten Zukunft zu gestalten, vor Ort. Das habe ich die letzten 15 Jahre, d.h. bald 16 Jahre getan und kann da auf einen großen Erfahrungsschatz zurückblicken, den ich gern mit in den Landtag nehmen möchte.

Wie sind Sie zur Politik gekommen?

Aus heutiger Sicht, muss ich sagen, dass ich schon immer ein politischer Mensch war; zumindest ab dem Zeitpunkt des Erwachsenwerdens, wenn man anfängt, Fragen zu stellen, auch zu hinterfragen.

Ich hatte immer eine Meinung, eine eigene Meinung. Das ist und war nicht immer einfach. Und ich wollte immer gestalten: die Welt in der wir leben.

Nach dem Referendariat war mir das sehr klar und ich hatte mich auf die ausgeschriebene Stelle als Verwaltungsamtsleiterin in Droyßig beworben, mit damals 28 Jahren: und ich wurde gewählt.

Ich habe mich spät für eine Partei entschieden, aber dann mit allen Konsequenzen. Wenn, dann mit vollem Einsatz.

Was treibt Sie an?

In mir hallen die Ereignisse vor 1989 und danach stark nach.

Ich bin 1989 achtzehn Jahre alt geworden. Die Freiheit als zentrales Thema: der Meinung, des Menschen, für sein Leben Verantwortung zu übernehmen und auch für andere. Das war für mich immer spannend, aufreibend manchmal – aber dann doch zu sehen, dass Dinge sich verändern können, manchmal in kleinen Schritten, ist etwas sehr großartiges.

Etwas geben, zurückgeben an und in die Gesellschaft, ist mir sehr wichtig. Und ja, auch und vor allem für die Menschen – im Kleinen, wie im Großen.

Was haben Sie sich im Falle einer Wahl zum Mitglied des Landtages vorgenommen?

Gestalten, vor allem gestalten für unsere Menschen und unser Land. Ein lebenswertes Leben für die Sachsen-Anhalter.

Dazu gehört für mich, die Kommunen dieses Landes finanziell gut aus zu statten. In den Kommunen leben wir, vor Ort geschieht viel und ist Politik ganz nah spürbar, unmittelbar. Dafür braucht es starke Städte, Gemeinden und Landkreise. Im aktuellen Kontext stehen sehr große Aufgaben an, die nur gemeinsam gemeistert werden können, um eine zukunftsorientierte, erfolgreiche Lösung zu erreichen.

Auch habe ich als Kommunalpolitiker über so manches Gesetz oder Entscheidung den Kopf geschüttelt. Aber „meckern“ gilt nicht, sondern besser machen, sich einbringen und neue Impulse geben. Perspektivwechsel sind Motoren für Entwicklung, genau wie Auseinandersetzungen und in Alternativen denken – festgefahrene Gleise verlassen, Probleme anpacken, Lösungen suchen zum Wohle der Menschen, die in diesem Land leben.

Welche Rolle spielt Sachsen-Anhalt in Deutschland und in Europa und welche Perspektiven sehen Sie für das Land?

Sachsen-Anhalt ist ein eher kleines Bundesland. Kein Schwergewicht in Deutschland und in Europa. Aber, auch als kleines Bundesland kann man seine Schätze, dass, was dieses Land ausmacht, einbringen in die Gemeinschaft. Seiner Stimme Gewicht verleihen. Und dass sollten wir tun. Das wird gelingen, wenn wir uns auf das Besinnen, was wir können – Innovationen, Wissenschaft, Forschung, Lehre (mit zwei Universitäten und zahlreichen Hochschulen):

  • Fachkräftemangel mit Bildung, attraktiven Arbeitsplätzen und lebenswerten Städten und Gemeinden entgegenwirken,
  • Forschen, Arbeiten, Leben in Sachsen-Anhalt.

Auch im Bereich des sanften Tourismus können weitere Perspektiven für unser Land liegen: in seiner Natur, seiner Geschichte, seinen monumentalen Bauten, in seinen gelebten Traditionen und Festen.

Wie wollen Sie die Zukunft Sachsen-Anhalts mitgestalten?

Mein Ziel ist es, Bedürfnisse vor Ort Ernst zu nehmen und dafür die Rahmenbedingungen im Land zu setzen.

Ausgehend von einer starken Bildung, die auch vor Ort im ländlichen Bereich erhalten werden muss, sei es durch kleine Schulen – die selbstverständlich, wenn sie im Bestand in den  Schulentwicklungsplänen stehen, mit Stark III Mitteln saniert – und entsprechend mit modernen Lernbedingungen für unsere Kinder ausgestattet werden sollen.

Dazu gehört auch ausreichend Lehrpersonal, um Unterrichtsausfall weitestgehend zu vermeiden. Auch im Bereich der frühkindlichen Bildung möchte ich, dass hier mit ausreichend finanziellen Mitteln Rahmenbedingungen für das Entstehen von Eltern-Kind-Zentren zur Verfügung stehen, als Weiterentwicklung der Kindertagesstätten.

Dafür Sorge tragen, dass Daseinsvorsorge aufrechterhalten wird. Vom öffentlichen Nahverkehr, über bezahlbaren Strom und schnellem Internet auch auf dem Land. Vernünftige Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Wie denken Sie über die in Sachsen-Anhalt in den letzten Monaten aufgenommenen Flüchtlinge? Welche Chancen und Probleme sehen Sie und wie möchten Sie darauf reagieren?

Dieses Thema birgt Chancen und Risiken zu gleich. Risiken, wenn es uns nicht gelingt, die Menschen, die zu uns kommen zu integrieren und ihnen Möglichkeiten des Bleibens zu schaffen. Dazu gehört in erster Linie Arbeit.

Um diese zu ermöglichen bedarf es vor allem der Sprache. Heißt, wir müssen sehr starken Wert darauf legen, dass intensiv Deutsch gelehrt wird, denn ohne die Sprache, kann weder eine Vermittlung in Ausbildungsplätze, noch in Arbeit stattfinden und gerade in Sachsen – Anhalt fehlen uns Fachkräfte. Wir haben jetzt schon Lehrstellen und Arbeitsplätze, die nicht besetzt werden können. Hier liegt auch eine Chance der Zuwanderung für unser Land. Dafür bedarf es aber dringend eines „Fahrplanes“, wie es gehen kann, trotz der Vielzahl der Flüchtlinge.

Und wir müssen ehrlich sein gegenüber unseren Bürgern: ohne viel Geld und einer gesellschaftlichen Kraftanstrengung wird es nicht gehen. Der Schlüssel kann nur sein Bildung, Bildung und noch mal Bildung. Und bei alledem dürfen die Bedürfnisse der hier lebenden Menschen nicht in den Hintergrund geraten, um ein Gleichgewicht in unserer Gesellschaft zu halten, zum Wohle aller hier lebenden Menschen.

Zudem denke ich, dass es an der Zeit ist, in Deutschland ein modernes Einwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen.

Was möchten Sie als Abgeordneter des Landtages für Ihren Wahlkreis tun?

Hesse hat einmal gesagt: „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“ Nach diesem Grundsatz möchte ich es auch für meinen Wahlkreis halten.

Ich bin schon seit geraumer Zeit in meinem Wahlkreis unterwegs, in dem ich auch selbst mit meiner Familie lebe. Die Städte, Gemeinden und auch die Landkreise wünschen sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Land, um die Dinge, die vor Ort für eine weitere Entwicklung angedacht sind, umsetzen zu können. Dafür will ich mich einsetzen. Starke Städte und Gemeinden sind Basis eines starken Landes.

Eine Entwicklung vor Ort führt zu einer weiteren Entwicklung des Landes. Als Abgeordnete möchte ich eng mit den Verantwortlichen vor Ort, den Ortsvereinen und Engagierten zusammen arbeiten. Ich werde den Menschen zu hören, ihre Probleme ernst nehmen und nach Lösungen suchen.

Welcher ist Ihr Lieblingsort in Sachsen-Anhalt?

Das kann ich gar nicht auf einen Ort begrenzen… In meinem Herzen wird immer Halle/S. einen großen Platz haben, weil ich mich ihr sehr verbunden fühle; ich bin dort aufgewachsen, meine Studienzeit dort verbracht und ein Teil meiner Familie und Freunde wohnen heute noch in Halle an der Saale.

Ich schaue auch immer, wie sich meine Geburtsstadt Merseburg sich so entwickelt. Ich mag den Ort, in dem ich lebe, der in der Verbandsgemeinde An der Finne liegt.

Ich mag die Nachbarorte und Städtchen. Ich mag die Orte meiner Verbandsgemeinde, in der ich Bürgermeisterin bin. Auch Querfurt, Allstedt und Bad Lauchstädt sind schöne Städtchen, die ihren Charme haben und mit gefallen. Und ich mag Naumburg mit Dom und Uta und mir gefällt Bad Kösen. Ich bin auch gern im Harz unterwegs oder im Wörlitzer Gartenreich. Ich lebe gern hier. Ich mag die Vielfalt unseres Landes.