Tourismus im Geiseltal. Ein träges Mammut?

Tagung über neue Perspektiven des Tourismus am Geiseltalsee

„Wir müssen in diesem ländlichen Raum gemeinsam an einem Strang ziehen und jede Chance nutzen, um „weiche“ Standortfaktoren wie den Geiseltalsee zu Wirtschaftsfaktoren mit Wertschöpfung zu machen.“  Manuela Hartung, Landtagskandidatin

Dass die Tagungsteilnehmer im Verlauf der Tagung noch einmal mit den Eigenschaften eines Mammut konfrontiert sein würden konnten Sie vor dem Eingang nicht ahnen. Das Mammut ist ein gewaltiges Tier und prägt in sattem Rot die Werbemarke für die Ausstellung Pfännerhall in Braunsbedra. Die war Schauplatz einer gut besuchten Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Sehr offensichtlich gibt es ein großes öffentliches Interesse an der Zukunft des Geiseltalsees als Tourismusregion, denn im prall gefüllten Saal der Pfännerhall fand sich nicht nur geladenes Publikum. Das sollte dem hochkarätig besetzten Präsidium als Impulsgeber für die Tagung in der Diskussion schnell klar werden.

Bis dahin bemühten sich die Protagonisten um eine positive Darstellung der Entwicklung und um noch positivere Aspekte beim Blick in die Zukunft. Die Fortschreibung eines Masterplanes wurde, reichlich mit Bildern illustriert, dem Publikum präsentiert. Von Seilbahnen hinauf zum Weinberg, Aussichtstürmen und mehreren Hotels war dort die Rede. Nur Visionen oder schon Perspektiven? Darüber wurde im Plenum im Anschluss sehr offen und konträr debattiert.

Einige Redner mahnten mehr Geschlossenheit und Entschlossenheit bei den Entscheidungsträgern an. Allein die Berufung auf „den größten künstlichen See Deutschlands“ bringe noch keine Touristen in Geiseltal, wenn die Straßen schlecht zu befahren seien und ihre Ausschilderung noch immer zu wünschen übrig ließe. In einem waren sich die Teilnehmer_innen einig: dieser Geiseltalsee hat riesiges touristisches Potenzial! Allein, wie es zu heben und zu entwickeln ist, dafür gibt es sehr offensichtlich noch keine geschlossene Strategie.

Tourismus im Geiseltal. Ein träges Mammut also? Das findet Manuela Hartung nicht und würde sich als künftige Landespolitikerin lieber dessen Stärke zu Nutze machen, fand sie nach aufmerksamer Verfolgung der Diskussion. So ließ sie in ihrem Statement keinen Zweifel daran, dass man in diesem ländlichen Raum gemeinsam an einem Strang ziehen und jede Chance nutzen müsse, um „weiche“ Standortfaktoren wie den Geiseltalsee zu Wirtschaftsfaktoren mit Wertschöpfung zu machen.

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